Fabian M.

Nach dem Auspacken der Geräte, konnte ich mir bereits einen ersten Eindruck der Ebook Reader gewinnen. Hier habe ich vor allem auf den Komfort beim festhalten und auf die Ladezeit beim starten des Geräts geachtet. Darauf habe ich die Geräte für eine Woche lang im Alltag getestet. Hier habe ich besonders auf die Qualität des Bildes bei verschiedenen Lichtverhältnisssen, die Bedienerfreundlichkeit sowie die Akkulaufzeit geachtet.

Ebook Reader – Video Review
Produktbild
Modell Kindle Oasis Kindle Voyage Pocketbook Touch 3 Kindle Paperwhite tolino Vision 3 HD Kindle Classic
Vergleichsergebnis
Vergleichsergebnis 9.4 von 10 11/2016
Vergleichsergebnis 9.1 von 10 11/2016
Vergleichsergebnis 8.9 von 10 11/2016
Vergleichsergebnis 8.8 von 10 11/2016
Vergleichsergebnis 8.3 von 10 11/2016
Vergleichsergebnis 8.2 von 10 11/2016
Kundenbewertung 4 von 5 rating_stars 4 von 5 rating_stars 5 von 5 rating_stars 4 von 5 rating_stars 3 von 5 rating_stars 4 von 5 rating_stars
Displaygröße/Auflösung 6 Zoll / 1.440 x 1.080 Pixel 6 Zoll / 1.440 x 1.080 Pixel 6 Zoll / 1.024 x 758 Pixel 6 Zoll / 1.024 x 758 Pixel 6 Zoll / 1.448 x 1.072 Pixel 6 Zoll / 800 x 600 Pixel
Speicher 4 GB 4 GB 4 GB mit Speicherkarte erweiterbar 3 GB 2 GB 4 GB
ePub fähig Nein Nein Ja Nein Ja Nein
beleuchtetes Display Ja Ja Ja Ja Ja Nein
Gewicht 133 g 180 g 208 g 217 g 174 g 161 g
Vorteile
  • Tasten zum Umblättern
  • sehr umfangreiche Funktionen
  • geringes Gewicht
  • abgerundete Kanten
  • inkl. Ladehülle mit integriertem Akku
  • hohe Displayauflösung
  • geringes Gewicht
  • druckloses Umblättern durch Antippen der Seitenleisten
  • einfache Bedienung
  • viele Zusatzfunktionen
  • bidirektionaler Text wird unterstützt
  • viele Formate unterstützt
  • personalisierbar
  • einfach zu bedienen
  • liegt gut in der Hand
  • einfache Bedienung +wasserdicht
  • Tap2Flip -> umblättern durch antippen der Rückseite
  • besonders günstig
  • keine Spiegelung auf dem Dispay
  • sehr umfangreiche Funktionen
Nachteile
  • Teuer
  • Nicht viel besser als günstigere Kindle Modelle
  • Nicht so schönes Design
  • Bildschirm an den Ecken schwach
  • Liegt nicht so gut in der Hand
  • wenige Funktionen
ZUM ANGEBOT ZUM ANGEBOT ZUM ANGEBOT ZUM ANGEBOT ZUM ANGEBOT ZUM ANGEBOT

Der große eBook-Reader Test

Hier finden Sie die top 6 eBook-Reader

Häufig sieht man Personen in Situationen, in welchen diese vor wenigen Jahren noch ein Buch gelesen hätten, heutzutage stattdessen mit einem eBook-Reader in der Hand. Ob beim Entspannen am Strand und im Wellnessbereich oder auf Reisen in Flugzeugen oder Zügen. Immer mehr Menschen verwenden die elektronische Geräte zum Lesen. Oft wird gegen diese Geräte das Argument verwendet, dass man doch so gerne die Bücher tatsächlich in Papierform Zuhause hat. Auch ich gehöre eigentlich zu diesen Papierfetischisten und meine Wohnung ist mit unzähligen Bücherregalen vollgestellt. Doch als ich vor einigen Jahren meinen ersten eBook-Reader geschenkt bekam, war ich binnen kürzester Zeit vollkommen überzeugt. Das eine schließt das andere ja schließlich nicht aus, und ich hatte über die Jahre inzwischen die verschiedensten Geräte in der Hand. Um auch anderen Menschen an meinem Wissen teilhaben zu lassen, entschloss ich mich diesen eBook Reader Test zu verfassen, und im kommenden über alles Wissenswerte zu informieren.

Ebook Reader liegt neben einem Buch auf einem Holztisch
@Arcaion/pixabay.com

Was ist ein eBook-Reader überhaupt? Wie funktioniert er?

EBook Reader sind elektronische Geräte, die dazu dienen digitale Bücher, sogenannte eBooks, wiederzugeben. Sie besitzen ein handliches Format, sind leichter als ein durchschnittliches Buch, und können dennoch tausende Bücher gleichzeitig speichern. Im Gegensatz zu Computerbildschirmen, Tabletts oder Handys, welche sich theoretisch ebenfalls zum Lesen von eBooks verwenden lassen können, besitzen die eBook Reader meist einen speziellen Bildschirm, der das Lesen deutlich angenehmer gestaltet.

EBooks können auf unterschiedliche Art und Weise auf das Gerät geladen werden. Einerseits können die Bücher in online Shops gekauft, und dann direkt über Wlan auf den Reader übertragen werden. Auch können eBooks inzwischen bereits in öffentlichen Bibliotheken ausgeliehen werden. Die digitalen Inhalte werden ebenfalls meist per Wland auf das Gerät übertragen, und sind dort für eine bestimmte Zeit abrufbar. Häufig können auch die gängigsten Text Formate von dem Computer auf eBook Readern wiedergegeben werden. Diese können einfach per USB Kabel übertragen werden. Nicht alle Reader besitzen jedoch diese Fähigkeit.

Mehr Informationen zu dem Thema gibt es auch bei Wikipedia.

Mann/Frau liest einen Text auf dem Ebook Reader
@freestocks.org/unsplash.com

Welche Arten von eBook-Readern gibt es?

Ich finde, die wichtigste Unterteilung bei eBook-Readern ist jene, ob die Geräte ePub fähig sind oder nicht. Dabei handelt es sich um ein spezielles Format, welches an die Bildgröße des Wiedergabegerätes angepasst werden kann. Dieses Format wird beispielsweise von öffentlichen Bibliotheken verwendet. Vor allem die Geräte von Amazon unterstützen dieses Format (bewusst!) nicht, da ihre eBook-Reader exklusiv für bei Amazon selbst gekaufte Bücher sind. Doch dazu später mehr bei der Beschreibung der einzelnen Geräte. Dementsprechend aufmerksam muss man beim Kauf eines eBook-Readers sein.

Eine weitere Unterscheidung kann anhand der Bildgröße, der Art der Bedienung oder aber auch anhand der zusätzlichen Extras erfolgen. Dabei handelt es sich jedoch in meinen Augen häufig mehr um persönliche Geschmäcker als um tatsächlich sinnvolle Gliederungskriterien.

eBook Reader liegt auf einem Holztisch
@papirontul/pixabay.com

Worauf muss ich beim Kauf eines eBook-Readers achten?

Neben dem bereits erwähnten Problem der Wiedergabe sämtlicher Formate gilt es vor allem herauszufinden, welche zusätzlichen Extras das Gerät für den persönlichen Geschmack besitzen sollte.

Die Display Größe liegt bei beinahe allen Geräte heutzutage im Bereich zwischen sechs und sieben Zoll. Die Auflösung welche die Geräte besitzen variiert schon deutlich mehr. Mein erster eBook Reader besaß eine Auflösung von 800 x 600 Pixel, und ich war zufrieden damit. Aktuell liegt der Standard eher zwischen 1024 x 758 und 1440 x 1080 Pixel. Wenn man diese Auflösung erst einmal gewöhnt ist, möchte man nicht wieder zurück zu weniger.

Wichtig ist auch sich bewusst zu machen, dass man auch bei einem elektronischen Gerät irgendwie die Seiten umblättern muss. Die meisten Geräte besitzen ein Touch Display. Auf diesem drückt man am rechten Bildrand zum Vorblättern und am linken Bildrand um zurückblättern zu können. Dadurch muss man bei manchen Readern zum Umblättern die Hand vom Gerät nehmen, da diese gerade einen Tick zu groß sind, um angenehm mit dem Daumen blättern zu können. Die Hersteller haben darauf reagiert, und in ziemlich jeder Reihe von eBook Readern gibt es eine Variante mit eine speziellen Lösung zum Umblättern. Ob man das Gerät auf der Rückseite antippt, die Seiten zusammendrückt oder auch einfach (mit dem Daumen angenehm erreichbare) Tasten zum Umblättern bevorzugt ist jedem Selbst überlassen.

Diverse sonstige Extras sind meist nette Gimmicks, stellen aber für den Normalverbraucher kein Muss dar. Dennoch habe ich im vergleichenden eBook-Reader Test auch auf all diese Punkte Rücksicht genommen, und auch in einer Tabelle angenehm und übersichtlich zusammengestellt.

Die sechs besten eBook-Reaader

Die Kindle Reihe von Amazon

Ebook Reader steht neben einem Buch auf der Wiese
@papirontul/fotolia.com

 
Amazon gehörte mit dem Kindle zu den absoluten Vorreitern bei eBook Readern. Dementsprechend habe ich mich dazu entschlossen, in meinem eBook Reader Test nicht nur eine oder zwei Varianten des Kindles zu besprechen, sondern deren vier. Der Grund dafür ist, dass diese in den verschiedensten Preis- aber auch Leistungsklassen liegen, und somit auch einige gute Vergleichsbasis für andere eBook Reader darstellen.

Doch zuerst ein paar allgemeine Worte zu den Geräten von Amazon. Ein großes Problem stellt die erwähnte Exklusivität von Kindle und Amazon dar. Es ist nicht möglich, Bücher bei anderen Shops als Amazon zu erwerben oder auszuleiehen, und diese auf einem Kindle zu lesen. Es ist nur unter Vorbehalt möglich, Formate wie PDF oder ähnliches wiederzugeben – häufig treten Probleme bei der Formatierung auf. Bei reinen Texten ist dies noch recht unproblematisch – teilweise kommen Trennstriche mitten innerhalb einer Zeile vor. Doch bei Grafiken wird diese mangelhafte Adaption schnell zu einem Problem.
Doch trotz allem bin ich ein Fan der Kindle Produkte. Amazon ist aktuell schlichtweg der größte Anbieter vor Büchern, egal ob in Papierform oder Digital. Die Preise sind vollkommen angemessen, und das Service von Amazon ist immer wieder erfreulich. Mein persönliches Highlight ist jedoch, dass man mehrere eBook-Reader auf einem Account verlinken kann, und sämtliche gekauften Bücher auf bis zu sechs Geräten gleichzeitig speichern kann. Wo ich früher immer Säckeweise Bücher zu meinem Bruder hin und retour geschleppt habe, damit man sich über die verschiedenen Bücher austauschen kann, kaufen wir diese jetzt einmal, haben sie sofort auf unseren Geräten und können sie sogar gleichzeitig lesen. Dennoch kann ich auch all jene nachvollziehen, welche Probleme mit dieser Exklusivität eines großen Konzerns wie Amazon besitzen.

Der Kindle (das Original)
Für knapp 80 Euro bekommt man die Grundvariante des Kindles. Mit der niedrigen Auflösung, keiner Hintergrundbeleuchtung und so gut wie keinen Extras ist das Gerät in meinen Augen eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Dennoch zeigte sich im ebook Reader Test, dass gerade unvoreingenommene Neulinge mit diesem einfachen Gerät ihre Freude hatten.

Der Kindle Paperwhite 3G
Im Vergleich zur Grundform wurde das Gerät hier vor allem bezüglich des Displays deutlich verbessert. Die Auflösung ist deutlich besser geworden, und vor allem die Hintergrundbeleuchtung macht das Lesen bei Tag und bei Nacht sehr angenehm und überhaupt nicht anstrengend. Für einen Preis von in etwa 180 Euro ist das Gerät jedoch im Preis-Leistungs-Verhältnis etwas abgeschlagen.

Der Kindle Voyage
Der Voyage stellt die Weiterentwicklung des Paperwhites dar. Die Auflösung wurde noch etwas erhöht, das Gewicht reduziert, und ein angenehmes Feature zum Umblättern eingebaut. Der Preis liegt mit knapp 190 Euro nur geringfügig über dem des Paperwhite.

Der Kindle Oasis
Mit fast 350 Euro ist der Kindle Oasis das mit Abstand teuerste getestete Gerät. Doch die Leistung spricht für sich, und ist den Preis durchaus wert. Nicht nur ist der Oasis mit nur 133 Gramm unglaublich leicht, er besitzt auch ein spezielles Akku-System, mit welchem man monatelang Lesen kann ohne das Gerät erneut aufzuladen. Die inkludierte Schutzhülle besitzt ebenfalls einen Akku (welcher gemeinsam mit dem Reader selbst aufgeladen wird), und gibt die Leistung Schritt für Schritt an das Gerät selbst ab. Auch die Tasten zum Umblättern sind ergonomisch perfekt positioniert und bieten einen fantastischen Lesegenuss. Der Oasis hat mich vollkommen überzeugt, und wird trotz seines hohen Preises der Sieger im eBook Reader Test.

Sonstige eBook-Reader

Generell sind sonstige Geräte denen von Amazon sehr ähnlich, nur mit dem großen Unterschied, dass diese allesamt ePub fähig sind.

Der Tolino Vision 3 HD
Knapp 150 Euro kostet das mit dem Kindle Voyage vergleichbare Gerät der Tolino Reihe. Ein nettes Extra ist der Wasserschutz. Dennoch konnte der Tolino Vision 3 HD im Test nicht vollständig überzeugen. Mit nur 2 GB Speicher ist das Gerät eigentlich nicht zeitgemäß, und auch die innovative Methode zum Umblättern war nicht ganz mein Fall.

Der Pocketbook Touch Lux 3
Schlichtes Design, hohe Auflösung, Hintergrundbeleuchtung, Kompatibel zu sämtlichen benötigten Formaten, und das ganze zu einem Preis von nur knapp über 100 Euro. Was will man mehr. In Kombination mit der einfachen Bedienung ist das Gerät für mich der klare Preis-Leistungs-Sieger des ebook Reader Tests.

FAQ

F: Kann ich auf meinem eBook Reader auch Tageszeitungen lesen?
A: Grundsätzlich – Ja. Doch es ist zu sagen, dass das Angebot (leider) immer noch recht spärlich ist, und viele Zeitungen keine digitalen Versionen anbieten.

F: Muss ich meine eBooks beim selben Anbieter kaufen wie den Reader selbst?
A: Bei der Kindle Reihe von Amazon – Ja. Bei den sonstigen Anbietern – Nein, hier können sämtliche eBooks wiedergegeben werden.

F: Wie lange haltet der Akku eines eBook Readers?
A: Das hängt grundsätzlich vom Gerät ab, jedoch in jeglicher Varianten mindestens einige Wochen!

Fazit

Ein eBook Reader ist in jedem Fall eine tolle Ergänzung zu den Büchern in Papierform. Vor allem bei Reisen ist es dermaßen praktisch, nur ein kleines Gerät mitnehmen zu müssen, anstelle unzählige Bücher mit sich herumschleppen zu müssen. Die getesteten Geräte haben alle ihre Vor- und Nachteile, sind im Großen und Ganzen jedoch alle empfehlenswert, und es kann eine (beinahe) allgemeine Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Einzig bei Geräten, welche in manchen Punkten (Auflösung, Speicherplatz, …) nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, kann es empfehlenswert sein, über einen anderen Reader nachzudenken.